

Komplexe Inhalte auf den Punkt bringen und dabei die Betrachter zum Schmunzeln bringen? Das ist meine Spezialität. Im Graphic Recording verwandle ich Informationswust in pakative „Informationsleuchttürme“, die wirklich ankommen. Willkommen in meiner Welt der verständlichen Kommunikation!
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Frische Projekte, persönliche Insights und Atelier-Neuigkeiten direkt in Ihr Postfach – einmal im Monat, immer mit einer Prise Inspiration für Ihre Persönlichkeitsentwicklung.
In diesem Jahr gebe ich auffallend viele Workshops. Visualisierung, Flipchart, Urban Sketching – ganz unterschiedliche Formate und Zielgruppen. Gleichzeitig ist KI natürlich auch bei uns Kreativen ständig Thema.
Was macht sie mit unserer Arbeit? Was können wir abgeben? Was wollen wir überhaupt abgeben?
Dabei beobachte ich etwas, mit dem ich vor einiger Zeit nicht unbedingt gerechnet hätte: Die Lust am Selbermachen scheint eher zu wachsen.
Wenn das fertige Bild nur einen Prompt entfernt ist
Ich kann mir heute innerhalb weniger Sekunden ein Bild generieren lassen. Ich kann ChatGPT nach Ideen fragen, Texte formulieren lassen und mir Konzepte vorschlagen lassen. Und mir täglich neue ToDos in mein Postfach liefern lassen.
Das nutze ich selbst auch.
Und trotzdem sitze ich weiterhin mit großer Freude mit Stift und Skizzenbuch irgendwo in Frankfurt und zeichne. In meinen Visualisierungsworkshops sitzen Menschen vor einem zunächst leeren Blatt und probieren aus, wie sie eine Idee mit wenigen Strichen darstellen können.
Dabei entsteht selten auf Anhieb das perfekte Bild. Zum Glück.
Denn genau darin liegt für mich ein Teil des Reizes: überlegen, ausprobieren, verwerfen, neu zeichnen und irgendwann eine Lösung finden, die zu mir und zu meinem Gedanken passt.
Das Ergebnis ist vielleicht weniger perfekt als das Bild einer KI. Dafür ist es meines.
Was passiert, wenn wir selbst zeichnen?
In meinen Workshops erlebe ich häufig, dass Teilnehmende am Anfang sagen: „Ich kann aber nicht zeichnen.“
Ein paar Stunden später sind die Tische voll mit Papier, Icons, Figuren, Pfeilen und ersten eigenen Visualisierungen.
Dabei geht es gar nicht darum, besonders schön zeichnen zu können. Viel interessanter ist der Denkprozess dahinter. Wer einen komplexen Sachverhalt selbst visualisieren möchte, muss sich damit beschäftigen: Was ist eigentlich der Kern? Was gehört zusammen? Was kann ich weglassen? Welches Bild passt zu dem, was ich sagen möchte?
Das Zeichnen zwingt uns auf eine angenehme Art zur Auseinandersetzung mit einem Thema.
Und es entsteht eben kein fertiges Bild, das mir jemand vorsetzt. Es entsteht etwas Eigenes.
Der Zauber von Workshops
Ähnliches beobachte ich bei Workshops insgesamt.
Informationen können wir inzwischen sehr schnell beschaffen. Ein KI-Tool kann ein Thema zusammenfassen, Vorschläge machen oder eine erste Struktur erstellen.
Was in einem Raum zwischen Menschen passiert, lässt sich damit jedoch nur schwer abbilden.
Jemand zeichnet etwas ans Flipchart. Eine andere Person ergänzt einen Gedanken. Jemand widerspricht. Eine Gruppe stellt fest, dass ein Begriff ganz unterschiedlich verstanden wurde. Eine Idee verändert sich während des Gesprächs.
Gerade diese Momente finde ich in Workshops spannend.
Auch bei meinen Graphic Recordings merke ich häufig, wie Menschen auf ein entstehendes Bild reagieren. Sie bleiben davor stehen, diskutieren darüber, entdecken ihren eigenen Gedanken darin oder ergänzen etwas.
Das Bild ist Teil des gemeinsamen Prozesses.
In diesem Jahr gebe ich auffallend viele Workshops. Visualisierung, Flipchart, Urban Sketching – ganz unterschiedliche Formate und Zielgruppen. Gleichzeitig ist KI natürlich auch bei uns Kreativen ständig Thema.
Was macht sie mit unserer Arbeit? Was können wir abgeben? Was wollen wir überhaupt abgeben?
Dabei beobachte ich etwas, mit dem ich vor einiger Zeit nicht unbedingt gerechnet hätte: Die Lust am Selbermachen scheint eher zu wachsen.
Menschliche Begegnungen bekommen einen neuen Wert
Vielleicht verändert KI deshalb gerade auch unseren Blick auf menschliche Begegnungen.
Wenn ich vieles jederzeit digital bekommen kann, genieße ich es umso mehr, gemeinsam mit anderen Menschen an einem Tisch zu sitzen, Material anzufassen, etwas auszuprobieren und mich auszutauschen.
Das sehe ich nicht nur in meinen Business-Workshops. Auch beim Urban Sketching erlebe ich eine große Lust am gemeinsamen analogen Tun. Menschen treffen sich, setzen sich mit ihrem Skizzenbuch auf einen kleinen Hocker und verbringen zwei Stunden damit, ein Gebäude zu zeichnen, das sie auch in einer Sekunde fotografieren könnten.
Das ist eigentlich ziemlich unvernünftig.
Und vielleicht gerade deshalb so schön.
Was bedeutet das für Workshops im Unternehmen?
Für Unternehmen könnte darin eine interessante Chance liegen.
Ein Workshop muss heute weniger ein Ort sein, an dem Menschen Informationen präsentiert bekommen. Dafür gibt es inzwischen bessere und schnellere Möglichkeiten.
Die gemeinsame Zeit kann stattdessen dafür genutzt werden, etwas zu entwickeln: eine Strategie verständlich zu machen, unterschiedliche Perspektiven zusammenzubringen oder gemeinsam an einem Bild der Zukunft zu arbeiten.
Visualisierung hilft dabei, weil Gedanken nicht nur ausgesprochen werden. Sie werden sichtbar und können verändert, ergänzt und weiterentwickelt werden.
Am Ende hängt dann vielleicht ein Bild an der Wand, das gestalterisch nicht perfekt ist.
Aber die Menschen im Raum wissen, warum genau dieses Haus dort steht, warum der Weg eine Kurve macht und warum an dieser Stelle noch ein Fragezeichen eingezeichnet wurde.
Sie haben es selbst entwickelt.
Und was macht KI daraus?
ch möchte KI in meiner Arbeit nicht missen. Sie hilft mir bei Recherche, beim Sortieren von Gedanken und manchmal auch dabei, eine Idee von einer anderen Seite zu betrachten.
Gleichzeitig merke ich, dass ich bestimmte Dinge gerade besonders gerne selbst mache.
Zeichnen gehört dazu.
Mit Menschen an einem Tisch sitzen auch.
Vielleicht werden wir in den nächsten Jahren genauer unterscheiden, welche Aufgaben wir gerne an KI abgeben – und bei welchen wir feststellen, dass der Weg dorthin mindestens genauso wertvoll ist wie das fertige Ergebnis.
Bei Workshops und beim Zeichnen habe ich meine Antwort darauf schon ziemlich klar gefunden.

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